DI Sigrid Haubenberger-Lamprecht
geb. 1970

Mit 26 Jahren – nach fünfjähriger Tätigkeit als Bautechnikerin in einem Architekturbüro – folgte ich meiner „inneren Stimme“ und begann – spät, aber doch – mit dem Studium der Architektur an der TU Wien. Im Jahr 2005 machte ich meinen Abschluss und seit dieser Zeit begleitet mich auch die Frage „Was brauche ich zum Glücklichsein?“ und will immer wieder neu beantwortet werden.

Die Geburt unserer Söhne Jonas (geb.2005) und Elias (geb. 2008) eröffnete dann eine zusätzliche neue Welt: „Wie begleite ich unser Kinder achtsam und respektvoll, sodass sie sich mit ihrem ganzen Wesen entfalten können?“ Diese und viele andere Fragen tauchten nun im Prozess unserer Elternschaft auf. Die Auseinandersetzung mit Emmi Pikler, Maria Montessori und Rebeca Wild eröffnete mir neue Blickwinkel – und die Erkenntnis, dass sich diese neue Art der Sichtweise nicht nur auf Kinder beschränkt, sondern uns alle mit einschließt.

Im Zuge unseres gemeinsamen Wachsens lernte ich Arno Stern und seine Forschungen zum Thema Malen kennen. Die Bedeutung seiner Arbeit – v.a. die damit einhergehende Wertfreiheit - konnte ich in der Malbegleitung unseres ersten Sohnes erfahren. In den Jahren 2009 und 2010 besuchte ich dann seine Intensiv-Ausbildungsseminare zur dienenden Rolle im Malspiel. Und dank einer glücklichen Fügung kann ich nun im eigens dafür eingerichteten Atelier diese spezielle Art des Malens anbieten.





Mag. Sophie Grandval
geb.1966

Kreativität war in meinem Leben immer wesentlich.

Zuerst arbeitete ich in Keramik, Glas und Schmuck, spezialisierte mich dann auf das Wachsmodell und das Design für die Schmuckindustrie. Diese Wachsmodelle schränkten mich grössenmässig ein und ich hatte das Glück, Bildhauerei studieren zu können.

Meine drei Kinder haben mich auf eine ganz andere Art und Weise kreativ herausgefordert. Wie begleite ich sie, dass sie selbstbewusst und zufrieden ihren Weg als Erwachsene gehen können?

Arno Stern hat mit seinem Malort einen geschützten Raum kreiert, der ein in sich Hineinschauen und ein kreatives Aus-sich-Schöpfen erlaubt, ohne durch Belehrungen oder Anleitungen im Malspiel gestört zu werden.

Ich empfinde diesen Zustand für Klein und Gross als heilsam und stärkend, besonders in unserer kurzlebigen und stressvollen Zeit.

Um dieses „bei sich Sein“ möglichst vielen Menschen vermitteln zu können, machte ich letztes Jahr die Ausbildung zur Malort-Dienenden bei Arno Stern in Paris und freue mich, dies nun hier im Malort-Wien verwirklichen zu können.